Hönnepel und seine Geschichte
Hönnepel kann auf eine viel längere Geschichte zurückblicken als Kalkar, das nach der Stadtgründung im Jahre 1230 im Jahre 2005 sein 775. Stadtjubiläum feierte.
Unser Dorf ist ca. 350 Jahre älter; denn schon Anfang des 9. Jahrhundert gründete die Benediktiner Abtei von Denain (Nordfrankreich an der belgischen Grenze), in Hönnepel ein Tochterkloster. Zu Ehren ihrer Tochter Regenfledis hatten ihre Eltern Graf Adalbert und die hl Regina zuvor im Jahre 764 das Kloster in Denain erbaut, dessen erste Äbtissin Regenfledis wurde. Sie starb am 8. Oktober 805 in ihrem Kloster in Denain.
Das Kloster in Hönnepel wurde wohl als Missionskloster gebaut, um die noch heidnischen Sachsen und Friesen jenseits des Rheines zu missionieren.
Geschichte

Das Wappen weist auf das Wappen der Herren/Ritter von Hönnepel zurück, die auf der Wasserburg Haus Hönnepel wohnten.
Es zeigt einen schräg gestellten Schild mit einem Löwen; darüber ein Mörser, aus dem ein gekrönter Löwe erwächst. >…mehr zum Wappen
Dieses Wappen wurde 1966 an der neuen Volkschule (bis 1968) im Kirchfeld auf Vorschlag des damaligen Schulleiters Werner Völling (jetzt wohnhaft in Goch) angebracht.
Fotos aus den 60iger Jahren







Zu den Bildern:
Pfarrhaus-abgerissen-1963: Abriss des alten Pfarrhauses (1963) ohne Wissen des Landeskonservator und des Kirchenvorstandes: Weil Pfarrer Otto Breimann nicht in das alte Pfarrhaus wegen der feuchten Räume einziehen wollte, verkündete er eigenmächtig, dass das Pfarrhaus abgerissen würde. Einen Beschluss des Kirchenvorstandes gab es nicht. Jeder Hönnepeler könne aus dem Pfarrhaus mitnehmen, was er gebrauchen könne. Das ließen sich die Hönnepeler nicht zweimal sagen. Sofort fuhren sie mit Traktor und großen Wagen vor, sägten die Balken aus den Zwischendecken heraus, luden die Fußbodenbretter auf und nahmen von Dachziegeln bis Türen, Treppen und Kupferdachrinnen alles mit, was sie gebrauchen konnten. Manche Garage und manche Schuppen, die heute noch in Hönnepel stehen, wurden aus dem kostenlosen, stabilen Baumaterial gebaut. Eine Abrissgenehmigung für das denkmalwerte Gebäude lag nicht vor. Durch die Entfernung der Deckenbalken war das bis dahin sehr stabile Gebäude so baufällig geworden, dass die Baugenehmigungsbehörde wegen der Einsturzgefahr nur noch zähneknirschend den Abriss verfügen konnte. Daher musste ein neues Pfarrhaus für Pastor Breimann (gest. 1986) gebaut werden, der bis zur Fertigstellung in der „Villa“ von Bauer Arnds in der Nachbarschaft wohnte.
Gasthaus-Maas: Dorfgaststätte mit Saal zum Feiern – seit 2015 geschlossen.
Alte Schule (Rückseite) 1984: Die katholische Volksschule Hönnepel wurde am Standort der Vorgängerschule 1891 neu erbaut (Bauzeit nur 7 Monate). Sie hatte 2 Klassenräume für die Unterklasse (1.-4. Schulj.) und die Oberklasse (5.-8. Schulj.). Zeitweise wurden in dieser Schule bis 120 Kinder zusammen unterrichtet von 2 Lehrpersonen.
Fotos Fronleichnam (60iger Jahre)










Fotos Pastor Stegemann 60. Priesterjubiläum 1963 und weitere








